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„Lustiges Selbstgespräch einer traurigen Gestalt“

Bevor im Herbst 2017 der dritte Freisal-Kriminalroman, „Giftzwerg“, beim Be.Bra-Verlag, Berlin, herauskommt, legt Bernd Mannhardt eine bitterböse Satire vor: Monolog eines Dichterlings.

Der Rollentext zum, 1994 in der Darstellung und Inszenierung von Ulrich Radoy uraufgeführten, Ein-Personen-Stück liegt jetzt als Taschenbuch und E-Book vor. Zudem wurde der Text als szenische Lesung neu eingerichtet und erscheint Mitte Juni als Hörbuch. Es liest Matthias Ernst Holzmann. 

„Mein vierter Mannhardt war für mich als Sprecher bisher der schwerste“, sagt Holzmann. „Ich, der nicht rauchende positiv-Denker, musste plötzlich den heruntergekommenen Schreiberling geben, der seine Gesundheit ruiniert, raucht wie ein Schlot und einer Frau auf der Tasche liegt.“  Aber dies habe auch „den besonderen Reiz“ ausgemacht,  „jemanden ,zu geben‘, der man selbst so gar nicht ist – oder vielleicht, tief im Inneren, doch ein bisschen?“

„Lustiges Selbstgespräch einer traurigen Gestalt“ umschrieb die Berliner Zeitung das Stück.  „Wortgewaltig, urkomisch und ausdrucksstark“ befand die Berliner Morgenpost.

Aber um was geht´s genau in dem rund 55-Minuten-Hörbuch? Der Klappentext verrät es: „Herr Schreiber ist Schriftsteller – ein überzeugt erfolgloser zumal. Für alle Fälle hat er seine Ablehnungsschreiben in Kalbsleder binden lassen. ,Das macht einen besseren Eindruck, für die Nachwelt‘, meint er.  Aber dann blitzt ihm doch noch die Idee zum ganz großen Wurf auf  – und eine literarische Achterbahnfahrt beginnt.“

„Überraschend ist für mich“, sagt Bernd Mannhardt, „dass auch nach längerer Zeit dieser Text funktioniert, als sei er erst gestern geschrieben worden.“ Dies habe auch damit zu tun, „dass sich vor der Produktion Moritz Siegel dem Pseudo-Dichter zur Brust nahm“. Siegel ist Lektor, mit dem Mannhardt seit vielen Jahren auch in Fragen „schräger Stoffentwicklung“ zusammenarbeitet.

Der Trailer zum Hörbuch


Der Autor ist Mitglied der „ehrenwerten Gesellschaft“

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